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Mein Morbus Crohn

Heute ist Sonntag, der 1. Oktober 2017 und ein guter Tag, um einen eigenen blog zu schreiben. Dies soll meine Motivataion und vielleicht auch die Motivation für andere CED`ler sein, sich nicht mehr das Leben vom "Cröhnchen" bestimmen zu lassen, sondern den ganzen Rotz mal selbst in die Hand zu nehmen und die Überhand über diese Krankheit zu bekommen. Ich habe lange darüber nachgedacht wie ich das am besten mache und jetzt gehts ans Schreiben! Habe ich in dieser Form noch nie gemacht, aber ich merke jetzt schon, dass es Spaß macht, mir alles mal einfach von der Seele zu schreiben. Vielleicht gibt es hier ja auch Mitleser, die gar nicht wissen, was Morbus Crohn ist und was wir Cröhnchenträger manchmal so aushalten müssen.

 

Hier eine kurze Zusammenfassung:

 

Morbus Crohn gehört zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

 

Die Entzündung im Körper ist immer da – auch wenn Du selbst sie gerade nicht spürst. Morbus Crohn kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei einigen Patienten verläuft die Erkrankung milde und verursacht nur selten Beschwerden, andere klagen über häufigere und stärkere Symptome. Ärzte unterscheiden zwischen Schüben und sogenannten Ruhe- oder Remissionsphasen. Sie wechseln sich meist in Intervallen ab. Im Schub ist die Entzündung besonders heftig, in der Ruhephase flaut sie ab. Genauso gut kann die Erkrankung auch über längere Zeit anhalten oder nur ganz sporadisch auftreten.

 

Diese Symptome sind häufig:

  • Anhaltend wässriger, dünnflüssiger Durchfall
  • Blähungen, krampfartige Bauchschmerzen im gesamten Bauchraum
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Fieber und Krankheitsgefühl
  • Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen
  • Gewichtsabnahme

So viel dazu. Wer noch mehr darüber erfahren möchte, kann ja mal unter diesem Link nachschauen, denn die ganze Bandbreite von CED hier aufzuführen wäre wirklich zu viel

www.ced-trotzdem-ich.de

 

Und jetzt starte ich mal...

 

Ich habe mich vor ein paar Wochen dazu entschlossen, eine längst überfällige Operation durchführen zu lassen. Um Klartext zu reden: Eine Damm- und Schließmuskelrekonstruktion (ja, will keiner hören, ist mir jetzt aber egal!). Vor ca. 15 Jahren haben Ärzte bei einer Fistelresektion einiges falsch gemacht und dies muss jetzt mal behoben werden. Also: Connections genutzt, Termin beim Oberarzt für Koloproktologie bekommen, Termin wahrgenommen, nicht so schöne Untersuchungen durchführen lassen und jetzt geht das alles seinen Lauf....zweiter Termin beim Chefarzt der Gynäkologie....wieder fiese Untersuchungen und danach einen Termin für die OP klargemacht. Es wird der 7. November 2017. SCHOCK! Jetzt steht es fest...unumgänglich...muss ja gemacht werden....aber komisch, da ich jetzt genau weiß wann. Das Bedeutet Stress! Stress für mich, meinen Crohn...Stress für alle, die ich jetzt deswegen jeden Tag bekloppt mache. Nun gut, jetzt muss ich irgendwie versuchen mich auf andere Dinge zu konzentrieren...ablenken...Stress abbauen...aber wie?

 

Ich habe einige Schulden, die mir das Leben seit Jahren schwer machen. Ja, ich weiß, selbst schuld, aber ich will ja was ändern! Dank einer lieben Freundin und meinem Freund bekomme ich das jetzt in den Griff...viel Arbeit, aber es lenkt mich ab und hat noch einen sehr positiven Effekt! Ich räume meine Finanzen auf...Günstigere Versicherungen raussuchen, Handyverträge kündigen und so weiter und sofort. Ende letzer Woche alles erledigt an Finanzen und jetzt mal schauen, ob ich auf einen grünen Zweig komme. Zumindest ist ein Stressfaktor ausgeschaltet und mein Crohn dankt es mir. Schritt zwei zur Anti-Crohn-Angehensweise war mein Gang zum Heilpraktiker. Wie praktisch, dass er gleich nebenan wohnt...also raus aus der Wohnungstrür und gegenüber mal schellen. Erster Termin: Erstgespräch, meine Vorstellung, seine Vorstellung, Anamnesebogen, Ernährungstagebuch, Vitamin D-Test, Stuhlprobe. Na dann kann es ja losgehen. Das Ergebnis vom Vitamin D-Test ist schon wieder da und nicht ganz so niederschmetternd, wie ich dachte, aber auch nicht wirklich gut. 26,5 hg/ml. Ziel ist es jetzt, den Wert dauerhaft auf 80 ng/ml zu bekommen, also: Vitamin D-Zufuhr! Dekristol 20.000, 8 Tage lang 40.000 und dann etwas weniger bis zu einer Erhaltungsdosis von 120.000 pro Monat. So, genug fürs Erste! Jetzt gibt es erst mal einen Kaffee, es ist schließlich erst 7:30. Wenn ihr Anmerkungen, Anregungen oder andere Feedbacks loswerden wollt: immer gerne! Freue mich auch was von euch zu lesen. Bis zum nächsten mal!

 

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